Mobiles Fließbohren
         
 

 
 

Das Flowdrill-Prinzip

Der rotierende Fließbohrer wird unter entsprechen-dem Druck auf das Bauteil aufgesetzt, wodurch so viel Reibungshitze entsteht, dass das Material weich bzw. verformbar wird.
Während des Fließbohrvorgangs entweicht ein Teil des Materials zunächst nach oben.
Der größte Teil aber fließt in Vorschubrichtung und bildet eine Buchse, deren Gesamtlänge bis zum 3
-fachen der Ausgangsmaterialstärke beträgt.

Diese Buchse kann als Lagerstelle dienen, oder es können in einem 2. Arbeitsschritt jetzt genügend Gewindegänge eingebracht werden, um ein stabiles Gewinde mit hohen Auszugskräften zu erhalten.

 
 

Einsatzgebiete

Das Flowdrill-Verfahren findet überall dort Anwen-dung, wo die Materialstärke nicht ausreicht, um genügend Gewindegänge einzubringen oder Durchgangsbuchsen für Lagerstellen herzustellen. Es kann sowohl auf herkömmlichen Ständerbohr-maschinen als auch NC- und CNC-Bearbeitungs-zentren eingesetzt werden.

Weitere Hinweise über die vielfältigen Einsatzgebiete finden sie unter dem Menüpunkt Anwendungen
   

Die Vorteile im Einzelnen

  • Ersetzt Nietmutter, Schweißmutter und Pressmutter
  • Für Rundrohr, Vierkantrohr, Profile oder Blech
  • Die geformte Buchse erreicht bis zum 3-fachen der Materialstärke
  • Kernlochdurchmesser von 1,8 – 46 mm erhältlich
  • Für Materialstärken von 0,7 - 12 mm geeignet 
  • Schnelle Herstellung durch Taktzeiten von 2 – 6 Sek. 
  • Spanloses Verfahren, ohne Abfall
  • Hohe Auszugskräfte und Überdrehmomente 
  • Für Werkstücke aus Stahl, Edelstahl, Stahllegierungen, Aluminium, Messing und Kupfer
  • Einsetzbar auf Standard Säulenbohrmaschinen oder automatisierbar auf NC / CNC Maschinen
  • Formt zylindrische und konische Buchsen in dünnwandige Werkstoffe
  • Anwendung auch als Lagerstellen, Steckverbindungen oder Durchgangsloch
  • Sehr präzise, mit sehr geringen Toleranzabweichungen
  • Geringe Amortisationskosten